Märchenorte: Berlin

Labyrinth Kindermuseum

***** (5 von 5 Sternen)

Mitten im sozialen Brennpunkt, zwischen Wedding und Prenzlauer Berg, liegt liegt eine denkmalgeschützte Montagehalle für Zündholzmaschinen und zieht seit dem 12.9.1997 jährlich rund 90.000 kleine und große Besucher an. Während viele Museen Kindern nur ein Gähnen oder Nörgeln entlocken, sind sie hier stundenlang mit dabei. Und weinen manchmal sogar, wenn sich um 18 Uhr die Pforten schließen. Lernen durch Selbermachen, Anfassen, Ausprobieren, Spielen heißt das Konzept, und es geht märchenhaft und sinnlich auf.

Stadtrandsiedlung Malchow / Märchenland e.V.

Pittiplatsch und Schnatterinchen***oo (3 von 5 Sternen)

Wie viele deutsche Städte, so hat auch Berlin eine Gegend zu bieten, in der die Straßen nach Märchen benannt sind. Meist ist dies dann das einzig Märchenhafte an ihnen, und als ich bei meinem letzten Berlinbesuch auf einem Bus (Linie 255) „Schwarzelfenweg“ als Endhaltestelle las und feststellte, dass dieser sich im ehemaligen Ostberlin befindet, stellte ich mir eine trostlose Plattenhaussiedlung vor. Es kam anders.

Märchenbrunnen - Neobarocke Kunst für Arme

****o (4 von 5 Sternen)

Kunst zur "Masse der Namenlosen, doch Kinderreichen" zu bringen, die Ende des 19. Jahrhunderts in "den schrecklisten Mietkasernen" im Stadtteil Friedrichshain dahinvegetierte, wie die zeitgenössische Presse schrieb, das war die Intention des Berliner Stadtbaurats Ludwig Hoffmann. Den ersten Entwurf stellte er 1901 auf der "Großen Berliner Kunstausstellung" vor. Doch es sollten noch 12 Jahre ins Land gehen, bis auch der prunkverliebte Kaiser Wilhelm II. einverstanden und das Werk fertiggestellt werden konnte. Zu seinem 25jährigen Regierungsjubiläum am 15. Juni 1913 wurde es schließlich enthüllt und geriet zu einem monumentalen Erfolg nicht nur in der Presse, sondern vor allem bei den Menschen. Nur Kinderwagen durften nicht in die Anlage, und so stapelten sie sich in Massen am Eingangstor.... Dieser "Märchenbrunnen war fast selbst schon zum Märchen geworden; aber es ist gut geworden, und da kommt es für alle Zukunft auf die Wartezeit nicht mehr an", schrieb die "Berliner Architekturwelt" 1914.

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