Die Bronzestatue von Peter Pan ist eine der populärsten Londons. J.M. Barrie, der Erfinder des Jungen, der nie erwachsen werden möchte, hat sich den Ort ausgesucht: In seiner Geschichte "Der kleine weiße Vogel" fliegt Peter 1902 aus seinem Kinderzimmer fort und landet am Ufer des Langen Wassers im Kensington Park. Seit 1906 dachte Barrie über eine Statue nach. Der 6jährige Michael Llewlyn Davies war sein Idealmodell. 1912 schließlich beauftrage Barrie Sir George Frampton mit dem Bau der Statue, und am 1. Mai des Jahres stand sie plötzlich wie von Zauberhand errichtet im Park, begleitet von Zeitungsannoncen des Autors und ohne jegliche Genehmigung der Stadt London: "Heute morgen werden alle Kinder, die in den Kensington Garten gehen, um die Enten an der Serpentine zu füttern, eine Überraschung erleben.... Sie werden ein Maitagsgeschenk von Herrn J.M. Barrie vorfinden, eine Figur von Peter Pan, wie er auf einem Baumstumpf seine Flöte bläst, umgeben von Feen, Mäusen und Kaninchen." Ganz zufrieden war Barrie mit Framptons Arbeit nicht, da jener nicht Davies, der etwas leicht Teuflisches ausstrahlte, als Modell gewählt hatte, sondern einen ganz anderen, nur lieben Jungen. Natürlich gab es ob der Nacht-und-Nebel-Aktion auch eine öffentliche Diskussion im Unterhaus. Aber die Besucher liebten die Statue, die schnell in den Rang einer Ikone aufstieg und vielfach kopiert wurde -- und so blieb sie einfach stehen.
Märchenorte: London
Kensington Gardens: Peter Pan Statue
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