Eduard Mörike wurde 1804 in Ludwigburg (vor den nördlichen Toren Stuttgarts) geboren und starb am 4.6.1875 in Stuttgart, wo er seit 1851 mit Unterbrechungen lebte. Begraben liegt er auf dem schönen, alten Pragfriedhof (Friedhofstr. 44, Stuttgart-Nord). In der Silberburganlage (Stuttgart-Süd) wurde ihm 1880 von dem Bildhauer Wilhelm Rösch ein Denkmal erbaut (selbiger Rösch hat auch Wilhelm Hauff eines gehauen).
Geliebt hat Mörike sein Stuttgart nicht besonders (allerdings war seine Ehe eh unglücklich und er litt an Depressionen und diversen Krankheiten), elfmal soll er umgezogen sein, nur eine seiner Wohnungen (Reinsburgstr. 67 im Stuttgarter Westen) ist noch erhalten. In der Hospitalstr. 36 schrieb er 1852-3 "Die Hand der Jezerle" und sein berühmtestes Märchen, "Das Stuttgarter Hutzelmännlein".
Zum Bestellen des Hutzelmännleins können Sie auf folgenden Link klicken:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3150047552/holleland-21. Es ist ein wirklich bezauberndes schwäbisches Märchen, enthalten darin die Sage von der schönen Lau. Diese wiederum regte an zum Tatort-Krimi von Bienzle und der schönen Lau... Eines greift also ins andere, und wenn sie nicht wissen, wofür ein Hutzelmännlein wohl zuständig ist, gibt es hier ein echtes Stuttgarter Hutzelbrotrezept:
Zutaten: 150 g Roggen, 150 g Dinkel, 6 Eier,1 Päckchen Weinsteinbackpulver, 250 g Vollrohrzucker, Mark von zwei Vanilleschoten, je 200 g getrocknete Birnen (= Hutzeln!!), Zwetschgen und Feigen, 50 g getrocknete, ungeschwefelte Aprikosen,100 g Rosinen, Anis, Zimt, Nelken, 2 El frisch gepresster Zitronensaft, 500 g gehackte Mandeln
Zubereitung: Die getrockneten Birnen, Zwetschgen und Feigen über Nacht in Wasser einweichen. Das Obst abtropfen lassen und grob zerkleinern. Getrocknete Aprikosen fein würfeln. Das gesamte Obst mit Rosinen und Mandeln in eine Schüssel geben, mit Anis, Zimt und Nelken würzen, mit Zitronensaft beträufeln und gut vermengen. Roggen und Dinkel mahlen. Die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen. Mark der Vanilleschoten und die Früchte-Nuss-Mischung hinzufügen. Zuletzt das mit dem Backpulver vermengte und Mehl nach und nach unterkneten. Den Teig zu zwei Brotlaiben formen. Auf ein gefettetes oder mit Backpapier belegtes Backblech geben. Bei 180°C 70-80 Minuten backen. Danach auf einem Rost abkühlen lassen.
Guten Appetit! Es geht die Sage: Wenn man einen Kanten davon übrigläßt, wächst er nach and man wird nie hungern. Aber nur, wenn man zu den wahren Glückskindern gehört.....