Boine: Eight Seasons

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Mari Boine: Eight Seasons
Weltmusik-Jazz
Texte, Gesang, Gitarre: Mari Boine
Tenor Saxophon: Jan Garbarek
Trommeln, (elektronische) Percussion, Sounds: Kenneth Ekornes
und viele andere
CD mit 20seitigem Booklet
Spielzeit ca. 64 Min.
€ 17,95

***** (5 von 5 Sternen)

Haben Sie schon einmal gejoikt? Ich habe es auf einem alten Segelschiff vor Spitzbergen gelernt. Es funktioniert ein bisschen wie jodeln, aber statt in die krachlederne, ordentliche Welt der bayerischen Alpen versetzt Sie dieser Obertongesang in die mystischen, kargen Weiten Nord-Skandinaviens, zum Volk der Samen.

Die Samen haben die Skier erfunden und sind überwiegend Rentierzüchter. Mari Boine ist eine ihrer berühmtesten Vertreterinnen. Sie hat viele CDs eingespielt, unterschiedlich im Sound, diese hier erinnert zum Beispiel ein wenig an Techno - und ist dabei doch zutiefst samisch und schamanistisch. Die "Hymne" (Titel Nr. 6) wurde von der Heidin Boine bei der Trauung des Kronprinzen in einer Kirche gesungen und löste einen Skandal aus. Ebenso gut gefällt mir ein samisch gesungenes Lied (Nr. 11), das auf Deutsch in etwa "Lass Silber beschützen" heißt: "Unser Geist war nicht frei / in düsteren Räumen / Damals nicht, heute nicht / Ich gehe hinauf / zum Gipfel des Berges / Ich bitte den Windgott / mich freizublasen / Ich rufe die Götter von damals / Ich beuge mein Knie / vor dem heiligen Stein / Am Herde des Bergfeuers / reinige ich all die alten Wunden / An der Brust / des heiligen Bergs / lüfte ich mein lang verstecktes / Festtagskleid." Und im Hintergrund hört man das Heulen der Schlittenhunde...

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(c) Emarcy Rec (Universal) 2002


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