Untertitel: ...und andere italienische Märchen
Gesammelt und nacherzählt von Italo Calvino
Aus dem Italienischen von Burkhart Kroeber
Mit einer Einführung von Paul-Wolfgang Wührl
Vignetten von Susanne Janssen
Gebundene Ausgabe: 472 Seiten
Verlag: Carl Hanser; Auflage: 2 (1. Januar 1993)
Sprache: Deutsch
€ 24,90
****o (4 von 5 Sternen)
In den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts hat Italo Calvino aus allen Regionen Italiens Geschichten zusammengetragen. Auf diese Weise ist eine Märchensammlung, vergleichbar mit den deutschen Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm, entstanden. Calvino hat viele der Märchen erstmals aus dem Dialekt übertragen und erzählt nun diese neu entdeckten Geschichten mit Witz und voller Fabulierfreude nach. Der italienische Grimm wurde 1923 in Santiago de las Vegas/Kuba geboren und wuchs in San Remo auf und kämpfte im Zweiten Weltkrieg als Partisan gegen die Deutschen. Nach seinem Studium der Agrarwissenschaften, Philosophie und Literatur war er einige Jahre als Lektor bei dem italienischen Verlag Einaudi beschäftigt, in dessen Auftrag die vorliegenden Märchen gesammelt wurden.
Danach lebte er als freier Schriftsteller in Rom, Paris und in Siena, wo er 1985 starb. Sein Werk wurde in alle Weltsprachen übersetzt und mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Viele von Calvinos Büchern sind heute in Italien Volksgut und Schullektüre.
Was die hohen zeichnerischen Qualitäten von Susanne Janssen anbelangt, verweise ich auf ihre Illustrationen zu Hänsel und Gretel (http://www.holleland.de/content/grimm-janssen-haensel-und-gretel). Aber leider sind in diesem Buch eben nur jedem Kapitel einfarbige Vignetten vorangestellt, auf denen sich nicht allzu viel erkennen lässt – für die Bilderfreude meiner Tochter nicht ganz ausreichend. Insgesamt ein sehr solide gemachtes, ansprechendes Märchenbuch – aber eben doch keines für eine Prämierung als „schönstes Buch des Jahres“.
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Artikel erstellt am 15.1.2011