Monson: Winterlicht. Das andere Weihnachtsbuch

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How to do it für Heidenkinder und ihre Eltern
Monson, Diana und Briswalter, Maren
80 Seiten, gebunden, mit vielen farbigen llustrationen, 26,8 x 20,2 cm

Bewertung: ***o○ (3 von 5 Sternen)

Dieses spannende Familienbuch geht der Frage nach, wie die Menschen in den Wintermonaten gelebt und gefeiert haben, bevor es das Christentum gab.Im Mittelpunkt steht die siebenjährige Sonja, die mit ihrer Großmutter und den Eltern die alten Feste feiert, vom Laternelaufen über die Wintersonnenwende bis hin zum Perchten- und Holletag am 6. Januar. Das Buch steckt voller Geschichten, Gedichte, Lieder (mit Noten!), Bastel- und Backideen.

Natürlich fehlen auch das Märchen von Frau Holle und das Frau-Holle-Lied nicht. Die liebevollen Illustrationen haben mit dazu beigetragen, dass unsere Tochter schon mit drei Jahren immer wieder aus dem Buch vorgelesen haben wollte, auch wenn die Geschichten um Sonja noch zu lang und kompliziert für sie sind.
Einziger Abstrich: Die Autorin ist keine wirkliche Dichterin, einige Passagen klingen etwas hölzern und verquast: Knecht Ruprecht, „nimm den unerschöpflichen Sack der Urewigkeiten und wandere mit allen Seelen, die wieder neu dort leben wollen, der Erde zu.“ oder: Lucia, „wie seit tausenden von Jahren, lässt immer wiederkehrend, du uns deine Botschaft erfahren.“ (Das soll ein Gedicht sein.)
Aber wen stört das schon, wenn nebenan gleich ein wunderbares Rezept für Sonnenkuchen steht?
Vom Duo Monson / Briswalter gibt es zwei weitere Bücher, „Frühlingsreigen“ und „Ernte-Sommer“, letzteres mit einem schönen Poster des Jahreskreises mit seinen acht wichtigsten Festen. Es hängt bei unserer Tochter an der Wand.

Nachtrag vom 4.1.2010: Leider bin ich erst heute durch eineN BesucherIn meiner Homepage darauf aufmerksam geworden, dass es um dieses Buch einen Skandal gegeben hat: Es enthält nämlich gegen Ende ein Lied des Nazi-Poeten Hans Baumann "Ein Jahr muss nun vergehen". Das Liedchen an sich ist harmlos, aber Hans Baumann ist es leider überhaupt nicht. Von ihm stammt das berüchtigte Lied "Es zittern die morschen Knochen" mit der Zeile "Heute gehört uns Deutschland und morgen die ganze Welt". Ich hoffe, dass Frau Monson dieser Zusammenhang ebenfalls nicht klar war - schließlich hat Baumann Nachkriegskarriere gemacht und auch in das Liedgut der Bundeswehr Eingang gefunden. Es bleibt ein ekliger Nachgeschmack - ich habe das Blatt aus dem Buch meiner Tochter herausgerissen, und die Bewertung um einen Stern nach unten korrigiert.

Zum Bestellen können Sie auf folgenden Link klicken:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3215130068/holleland-21

© 1995 Esslinger Verlag J.F. Schreiber, Esslingen
ISBN-10: 3-215-13006-8, nur antiquarisch erhältlich, Neuauflage 2003


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