Schwalb: Kinder fördern mit Märchen, Reimen und Geschichten

Published in

Schwalb: Kinder fördern mit Märchen, Reimen und GeschichtenUntertitel: Ganzheitliche Sprachförderung in der Kita
Autorin: Renate Schwalb
144 Seiten, Softcover, mit zahlreichen vierfarbigen Abbildungen
€ 16,95

***** (5 von 5 Sternen)

Renate Schwalb ist Lehrerin an der Fachschule für Sozialpädagogik in Allensbach-Hegne und dort in der Ausbildung von Erzieherinnen im Bereich Kinder- und Jugendliteratur tätig. Sie beschreibt, warum Kinder, die viele Märchen, Geschichten und Gedichte erzählt und vorgelesen bekommen, später einen größeren Wortschatz haben, weniger aggressiv und besser in der Schule sind. Anhand der Grimmschen Märchen „Die Bienenkönigin“ und „Der süße Brei“ zeigt sie, wie Kinder durch Märchen gefördert werden, warum Märchen Kinder stark machen, und wie sie als Mittler zwischen Kulturen fungieren können. Besonders spannend finde ich den Praxisteil. Hier gibt die Autorin Tipps zum Vorlesen aber auch zum freien Erzählen und zum Gestalten einer oder vieler Märchenstunden in der Kita. Das beginnt mit der Raumdeko. Anschließend werden die Kinder mit einem Ritual oder auch leibhaftig ins Märchenland geführt. Wichtig ist der Autorin, dass Märchen nicht für pädagogische Zwecke instrumentalisiert werden, sondern für sich stehen. Schließlich verlassen die Kinder das Märchenland so, wie sie es betreten haben, und das Tor zum Märchenland wird geschlossen, damit keine Hexen oder Kobolde durchschlüpfen können.

Und dann lebt das Märchen im Alltag der Kinder weiter, die sich kreativ mit ihm auseinandersetzen: malen, mit Ton arbeiten, Collagen, Rollenspiele, Theateraufführungen machen... Alles ist möglich. Wenn ich auch in winzigen Details nicht immer mit den Definitionen der Autorin d´accord bin: Insgesamt eine sehr gelungene Darstellung!

Im Bereich Kinderlyrik schließlich zitiert Schwalb ein Gedicht von Michael Ende, das sich aus dem Märchen von Hänsel und Gretel einen Spass macht. Es ist nicht nur ein sehr kurzes Märchen (so der Titel), sondern gar das kürzeste, das ich kenne, zu singen nach dem bekannten Kinderlied: „Hänsel und Knödel, die gingen in den Wald. Nach längerem Getrödel rief Hänsel plötzlich „Halt“. Ihr alle kennt die Fabel, des Schicksals dunklen Lauf: Der Hänsel nahm die Gabel und aß den Knödel auf.“ Klasse!(aus: „Die Schattennähmaschine“ © 1982 Thienemann, Stuttgart, http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3522127900/holleland-21)

Zum Bestellen des Schwalbschen Titels können Sie auf folgenden Link klicken:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3451322641/holleland-21

© 2010 Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau


Copyright 2008/2010 Holleland.de .
Home nach oben